6. Venture Night am 4. Dezember: „Technologien & Innovationen in Japan“

Rund 100 geladene Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik kamen am 4. Dezember in den Räumen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zusammen. In Vorträgen und Diskussionsrunden wurden aktuelle Innovationen und Technologietrends aus Japan vorgestellt und diskutiert. Ebenso wurden Syniergieeffekte zwischen japanischen Unternehmen und Start-ups sowie mittelständischen Unternehmen aus Brandenburg und Berlin erforscht.

Einen weiteren Höhepunkt bildeten die Präsentationen von acht japanischen Technologie-Start-ups im Rahmen eines Pitchings und die Vorstellung der ZIM-Kooperationswerke „IPWV“ (Informationssicherheit und Prozessoptimierung in Wirtschaft und Verwaltung) sowie „UtBr“ (Umwelttechnologie und Bodenrekultivierung), die von der T+I Consult GmbH koordiniert werden.

In seiner Keynote stelle der japanische Botschafter in Deutschland, Takeshi Yagi, die aktuell positive wirtschaftliche Entwicklung in seinem Heimatland vor. Zugleich verwies er auf Parallelen in beiden Ländern, nämlich der hohen Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen für die jeweils heimische Wirtschaft. Anhand des Projekts „Society 5.0“ erläuterte Yagi die hohe Bedeutung, aber auch die Notwendigkeit von Innovationen und modernen Technologien für die japanische Gesellschaft, beispielsweise aus den Bereichen künstliche Intelligenz (AI), Internet of Things (IoT), Robotik oder Big Data.

Im Anschluss referierte Makoto Shibata von der Bank of Tokyo-Mitsubishi über die wachsende FinTech Szene und deren Vernetzung in Japan sowie deren internationale Bedeutung.

Einen interessanten Erfahrungsbericht gab auch Hans-Joachim Kaatz, Standortleiter Oranienburg des Pharma-Konzerns Takeda. Er verwies vor allem auf die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Japan, deren Beachtung für erfolgreiche Kooperationen unabdingbar seien.

In der abschließenden Diskussionsrunde, moderiert vom stellvertretenden Vorsitzenden des Venture iNNstitute, Prof. Dr. Reiner Creutzburg, diskutierten neben Hans-Joachim Kraatz auch Prof. Dr. Dr. Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam sowie Hotishi Masuda, Director General der japanischen Außenhandelsorganisation JETRO, über die Notwendigkeit von Innovationen in beiden Ländern sowie über das Problem der Folgefinanzierungen für Start-ups.

Es wurde ferner herausgestellt, dass Konzerne, Mittelständler und Start-ups noch enger zusammenarbeiten müssten, da sie gegenseitig von Erfahrung, wirtschaftlichen sowie technologischen Kenntnissen profitieren können. Hier werde auch eine engere Zusammenarbeit zwischen deutschen und japanischen Unternehmen angestrebt. Die Notwendigkeit einer zunehmenden Internationalisierung von Unternehmen wurde von allen Diskutanten unterstrichen.